Am Ende Ihres Integrationskurses stehen zwei Prüfungen: der Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) und der Test „Leben in Deutschland“. Hier lesen Sie, wie beide ablaufen, was ein Ergebnis auf A2 oder B1 für Ihren Aufenthalt bedeutet und wie Sie sich mit Übungsprüfungen auf B1-Niveau gezielt vorbereiten.
Der Integrationskurs endet mit dem DTZ (A2 oder B1) und dem Test „Leben in Deutschland“ (15 von 33 richtig, zur Einbürgerung 17). B1 plus bestandener Test ergibt das Zertifikat Integrationskurs. Kein DTZ-Probetest hier; am nächsten kommt Goethe/telc B1.
Quelle: bamf.de ·
Der Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs. Beide enden mit einer eigenen Prüfung. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das die Kurse organisiert, fasst sie unter dem Begriff „Abschlusstest“ zusammen. Wer beide Teile erfolgreich abschließt, erhält am Ende das „Zertifikat Integrationskurs“.
Die Sprachprüfung am Ende des Sprachkurses. Das Goethe-Institut und die telc GmbH haben sie im Auftrag des Bundesinnenministeriums gemeinsam entwickelt, eigens für Menschen, die nach Deutschland eingewandert sind. Sie können den DTZ auch ohne vorherigen Kursbesuch ablegen.
Die Prüfung am Ende des Orientierungskurses. Die Fragen betreffen zum Beispiel das politische System Deutschlands, die religiöse Vielfalt und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Alle Angaben stammen von der Informationsseite des BAMF zur Abschlussprüfung. So sind die beiden Teile aufgebaut:
| Prüfungsteil | Inhalt | Dauer / Regel |
|---|---|---|
| DTZ schriftlich | Hören, Lesen und einen kurzen Brief schreiben | 100 Minuten |
| DTZ mündlich | sich kurz vorstellen, mit den Prüfenden und einer weiteren Person über Themen sprechen | rund 15 Minuten |
| DTZ Ergebnis | Zertifikat über B1 oder A2; unter A2 nur eine Mitteilung zum Ergebnis | Gesamtergebnis |
| Test „Leben in Deutschland“ | Fragebogen mit 33 Fragen | 60 Minuten; bestanden ab 15 richtigen Antworten |
| Für die Einbürgerung | derselbe Test als Nachweis nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz | mindestens 17 von 33 richtig |
Der DTZ prüft zwei Stufen auf einmal: Das Gesamtergebnis zeigt, ob Sie die Stufe A2 oder B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) erreicht haben. Es gibt also kein einfaches „bestanden“ oder „durchgefallen“ – entscheidend ist, welche Stufe auf Ihrem Zertifikat steht.
Sie haben erfolgreich am Abschlusstest teilgenommen und erhalten das „Zertifikat Integrationskurs“. Es belegt ausreichende Deutschkenntnisse und wichtige Grundkenntnisse über die deutsche Gesellschaft.
Sie bekommen ein DTZ-Zertifikat über A2, aber noch nicht das Zertifikat Integrationskurs. Wo eine Behörde B1 verlangt, reicht A2 nicht aus – planen Sie den nächsten Schritt zu B1 ein.
Sie erhalten kein Zertifikat, sondern nur eine Mitteilung zu Ihrem Ergebnis. Wer einen Alphabetisierungskurs vollständig besucht hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen einmalig bis zu 300 Unterrichtseinheiten wiederholen – einschließlich einer kostenlosen Wiederholung der Sprachprüfung.
Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Orientierungskurs weisen Sie Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung nach. Die Ausländerbehörde verlangt sie, wenn Sie eine Niederlassungserlaubnis beantragen, also den unbefristeten Aufenthaltstitel. Für die Einbürgerung zählt der Test „Leben in Deutschland“ ebenfalls, dann aber mit mindestens 17 richtigen Antworten statt 15. Das DTZ-Zertifikat auf B1 steht auf der Liste der Sprachnachweise, die das BAMF für B1 nennt – neben Goethe, telc, ÖSD und ECL.
Einen Übungstest speziell für den DTZ bieten wir nicht an. Am nächsten kommen die B1-Prüfungen von telc und Goethe-Institut – kein Zufall, denn beide Anbieter haben den DTZ entwickelt. Der wichtigste Unterschied: Der DTZ misst A2 oder B1, eine telc- oder Goethe-Prüfung auf B1 prüft genau eine Stufe. Wer dort besteht, hat B1 sicher nachgewiesen – ein zweiter Weg, falls der DTZ „nur“ A2 ergeben hat.
Der schriftliche DTZ dauert 100 Minuten. Üben Sie deshalb komplette Durchgänge mit Uhr, nicht nur einzelne Aufgaben. Ein B1-Modelltest zeigt Ihnen, bei welchem Aufgabentyp Sie Zeit verlieren.
Im DTZ schreiben Sie einen kurzen Brief. Ein klarer Aufbau mit Anrede, Anliegen und Gruß ist schnell gelernt – bei ScoreUp bekommen Sie zu jedem Text eine sofortige Rückmeldung zu Inhalt und Sprache.
In der mündlichen Prüfung stellen Sie sich vor und sprechen mit einer anderen Person. Üben Sie das im Kurs, im Tandem oder mit Nachbarn – sich kurz vorstellen und über ein Thema ins Gespräch kommen.
Für „Leben in Deutschland“ lohnt sich Wiederholung: Arbeiten Sie die Fragen zu Politik, Religion und Gesellschaft so lange durch, bis Sie deutlich über 15 richtigen Antworten liegen – mit Blick auf die spätere Einbürgerung besser über 17.
Aus zwei Prüfungen: dem Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) am Ende des Sprachkurses und dem Test „Leben in Deutschland“ am Ende des Orientierungskurses. Der DTZ hat einen schriftlichen Teil (100 Minuten: Hören, Lesen, ein kurzer Brief) und einen mündlichen Teil von rund 15 Minuten.
Nicht im üblichen Sinn. Der DTZ bescheinigt im Gesamtergebnis entweder die Stufe B1 oder A2. Liegen Ihre Kenntnisse noch unter A2, erhalten Sie kein Zertifikat, sondern nur eine Mitteilung zu Ihrem Ergebnis.
Der Test hat 33 Fragen, Sie haben dafür 60 Minuten Zeit. Bestanden ist er ab 15 richtigen Antworten. Möchten Sie den Test später für die Einbürgerung nutzen, brauchen Sie mindestens 17 richtige Antworten.
Wenn Sie im DTZ die Stufe B1 erreichen und den Test „Leben in Deutschland“ bestehen. Das Zertifikat belegt ausreichende Deutschkenntnisse und wichtige Grundkenntnisse über die deutsche Gesellschaft. Mit A2 im DTZ erhalten Sie zwar ein Sprachzertifikat, aber nicht das Zertifikat Integrationskurs.
Mit der erfolgreichen Teilnahme am Orientierungskurs weisen Sie Grundkenntnisse der deutschen Rechts- und Gesellschaftsordnung nach. Diese Kenntnisse werden verlangt, wenn Sie eine Niederlassungserlaubnis beantragen. Welches Deutschniveau Sie zusätzlich brauchen, hängt von Ihrem Aufenthaltstitel ab – fragen Sie bei Ihrer Ausländerbehörde nach.
Nein. Am nächsten kommen die Übungsprüfungen zu telc Deutsch B1 und zum Goethe-Zertifikat B1 – beide Anbieter haben den DTZ gemeinsam entwickelt. Sie üben dort Hören, Lesen und Schreiben auf B1. Das Sprechen trainieren Sie am besten mit echten Gesprächspartnern.
Als Sprachnachweis auf B1 nennt das BAMF neben dem DTZ auch Zertifikate von Goethe-Institut, telc, ÖSD und ECL. Hat Ihr DTZ „nur“ A2 ergeben, ist eine B1-Prüfung dieser Anbieter ein möglicher Weg, B1 später nachzuweisen. Ob Sie damit das Zertifikat Integrationskurs erhalten, klären Sie bitte mit Ihrem Kursträger oder dem BAMF.